Realisierung: 2024
Bauherr: Klassik Stiftung Weimar
Unter dem Park an der Ilm in Weimar befindet sich, in einer Tiefe bis zu 12 Meter, ein verzweigtes Stollensystem. Die Parkhöhle. Geplant als Felsenkeller einer Brauerei, genutzt zum Abbau von Travertin, später zum Bunker umgebaut, wurde sie schließlich als Luftschutzraum für die Weimarer Bevölkerung im Zweiten Weltkrieg genutzt… Goethe war natürlich auch mal da und hat Fossilien gesammelt.
In diesem außergewöhnlichen Umfeld mit bis zu 100% Luftfeuchte bietet die neue Ausstellung, ganz im robusten Untertagestil, Einblicke in die spannendsten dieser Episoden. Auf einem 7 Meter breiten animierten Panorama lassen sich die Verwandlungen des Weimarer Landes von der letzten Eiszeit bis heute erleben. Taktil erfahrbare Fossilien machen ein Mamut lebendig. Zeitzeugen, die im zweiten Weltkrieg hier Schutz fanden, kommen zu Wort und ein Seismograf schlägt die Brücke bis zur universitären Nutzung der Höhle heute.
Eine Ausstellung eher wie ein Abenteuer als ein Museum.